Zur Zeit ist es hier etwas ruhig. Und wie so oft ist das bei mir
ein untrügliches Zeichen dafür, daß ich viel zu viel anderen Kram um die Ohren
habe. Unsere Tage sind im Moment angefüllt mit Besichtigungen, Telefonaten und
Emails. Informationen werden eingeholt, es wird viel nachgedacht und abgewogen. Und immer wieder wird gerechnet. Noch ist nichts entschieden und nichts unterschrieben, aber es scheint so, als
würden wir etwas in Erwägung ziehen, das wir noch vor einem Jahr kategorisch
abgelehnt haben. Nämlich ein Haus zu bauen.

Seit ich mich erinnern kann, wollte ich niemals selbst
ein Haus bauen. Ich fand Neubauten schrecklich und den Gedanken ans Bauen, den
Stress und den Ärger, der damit eigentlich immer verbunden ist, fürchterlich.
Wenn schon ein Haus, dann sollte es ein altes sein - eines mit Vergangenheit,
mit eigenem Leben, eines, das dann nach unseren Wünschen umgestaltet wird.Vor etwa zwei Jahren waren wir ganz knapp davor ein solches
Haus zu kaufen und wir sind noch heute froh, dass wir es nicht gemacht haben.
Dazu kommt: Wir gehören absolut nicht zu den Eigenleistungs-Typen. Ich kann
basteln, aber kein Haus renovieren. HC ist ein Arbeitstier, aber dieser
Leidenschaft frönt er täglich viele viele Stunden in seiner Firma und im Büro
und wenn er daheim ist, dann ist Heimwerken das Letzte worauf er Lust hat.

Tja, und jetzt wollen wir doch tatsächlich bauen oder besser
bauen lassen. Vielleicht. Noch ist ja nichts unterschrieben. Vermutlich werden
wir noch einige Tage rechnen, telefonieren, abwägen und so weiter...Wie sieht es bei euch aus? Haus bauen oder Haus
kaufen? Oder doch lieber weiter zur Miete wohnen? Wovon träumt ihr oder habt
ihr das perfekte Heim schon gefunden?
(Die Fotos der Häuser sind vor ein paar Jahren während unseres Kanada-Urlaubs entstanden. Das obere ist ein Wohnhaus und befindet sich in Charlottetown auf Prince Edward Island und das untere steht in Sherbrooke Village, einem Freilichtmuseum in Nova Scotia.)