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Dienstag, 23. September 2014

Bei den Rittersleut' auf Schloß Hohlandsbourg

Der kleine Mann ist seit geraumer Zeit begeistert von Rittern. Was sag ich? Er ist ganz vernarrt in die Rittersleut, wie er sie nennt. Sein Enthusiasmus hat unsere Familie sogar schon auf ein Mittelalterfestival geführt. Das ist nicht so wirklich HC´s und meine Welt und dass wir uns trotzdem unters Volk gemischt haben, das ist mal mindestens ein kurzes Handgeklapper von eurer Seite aus wert. Wie auch immer: Die Leidenschaft des kleines Mannes hat auch sehr gute Seiten. Denn so lernen wir nach und nach ganz tolle Schlösser und Burgen in der Umgebung kennen. Und hier gibt es so Einige, das könnt ihr mir glauben. Im Sommer besuchten wir zum Beispiel Schloß Hohlandsbourg im Elsaß. 
Schild und Schwert und haben wir natürlich immer dabei

Donnerstag, 17. April 2014

Sonntagsausflug mit Storchengeklapper

Sonntagsausflüge sind doch was Schönes, oder? Schon als Kind mochte ich diese kleinen besonderen Touren am Wochenende, an denen man neue, unbekannte Orte – gar nicht weit weg von zuhause – entdecken konnte.
Letzten Sonntag erkundeten wir das Écomusée d’Alsace, das etwa eine halbe Stunde Autofahrt von Basel entfernt in Frankreich liegt. Wir hatten das kleine Freilichtmuseum schon im vergangen Jahr besucht und bereits da stand fest: Wir kommen wieder.
 
Mit Kindern, Mops und Oma wandelten wir bei strahlendem Sonnenschein auf den Spuren der elsässischen Alltagsgeschichte – immer begleitet vom Klappern der Störche.
 

Freitag, 28. September 2012

Fernweh-Freitag: Ab in die Sonne nach Nizza

Ich mag den Herbst sehr. Wirklich. Aber in dieser Woche bin ich 3x vom Regen überrascht worden und hatte natürlich weder Regenjacke noch Schirm dabei. Und nun sitze ich hier: Die Nase trieft, der Hals tut weh. Ein bisschen wärmende Sonne wäre jetzt was Feines. Wie vor ein paar Jahren in Nizza. Da waren wir im Frühling und es war ganz wunderbar. Auch wenn ich manchmal schwankte, ob ich mich nun mondän oder doch ein bisschen verloren fühlen sollte.
Ich wünsche euch ein sonniges Wochenende.

Freitag, 31. August 2012

Fernweh-Freitag: Hausboot-Urlaub im Elsaß - Teil 2

Da ist er endlich! Der zweite Reisebericht zum Hausboot-Urlaub. Besser spät als nie, oder? Start- und Endpunkt unserer Fahrt war Saverne in Frankreich. Von dort ging es auf dem Rhein-Marne Kanal bis nach Réchicourt und wieder zurück. Der Kanal wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut und diente lange Jahre dem Gütertransport. Über 100 Schleusen zu durchqueren war aber dann irgendwann nicht mehr ganz zeitgemäss. Und tatsächlich sind heute fast nur noch Haus,- Sport und Ausflugsboote unterwegs... und die schleusen und schleusen und schleusen.
Wenn wir gerade mal nicht durch eine Schleuse mussten, tuckerten wir gemächlich durch die sonnigen Landschaften von Elsass und Lothringen. Auf unserem Weg gab es nur wenige Dörfer und Häfen. Aber da man entlang des Kanals eigentlich überall anlegen kann, waren wir nur zum Tanken und einmal zum Duschen auf die offiziellen Anlegestellen angewiesen. Ahhh. nur einmal duschen??? Ganz so schlimm war es nicht. Im Boot hatten wir vier Toiletten, die auch als Dusche genutzt werden konnten. Gekocht und gegessen wurde an Bord oder bei einer der zahlreichen Picknick-Möglichkeiten am Ufer.
Sonnenuntergang. Spektakulär
Im Tunnel bei Arzviller. Die Angst fuhr mit.
Das Schiffshebewerk von Saint-Louis Arzviller. Es erspart 17 Schleusen, ist aber irgendwie ein gruseliges Betonmonster.
Ich hatte ja schon im ersten Post gesagt, dass Hausboot-Urlaub ein prima Familienspaß ist. Dass einige Eltern ihre Kinder in dem Kanal haben baden lassen, fand ich aber unfassbar fies. Mal ganz abgesehen von den vielen toten Fischen, dem leblosen Reh und dem aufgeblähten Katzenschwein, entleert jedes Boot die Inhalte seiner Toiletten ins Wasser. Und es gibt viele Boote und darauf viele Toiletten...
Einige von Euch hatten gesagt, dass Hausboot fahren etwas von Freiheit hätte. Das kann ich in unserem Fall leider nicht bestätigen. Das mag vielleicht anders sein, wenn man auf natürlichem Gewässer unterwegs ist, aber für den Kanal trifft das nicht zu. Ein großes Manko ist auch das Motorengeräusch, das einen beim Fahren ständig umgibt und die schöne Landschaft stört. Fazit: Hausboot-Urlaub ist, wie alles im Leben, Geschmacksache. Bei einem nächsten Mal würde ich nicht mehr ausschließlich auf einem Kanal schippern wollen. Als Familien-Urlaub kann ich mir aber zum Beispiel eine Fahrt auf der Mecklenburgischen Seenplatte durchaus noch einmal vorstellen. 
Die Bilder sind nicht von mir, sondern von den Mitreisenden Paul und Stefan gemacht worden. Merci beaucoup für die super Fotodokumentation.

Freitag, 15. Juni 2012

Fernweh-Freitag: Hausboot-Urlaub im Elsass. Teil 1

So da isser, der erste Post zu unserem Hausboot-Urlaub im Elsass. Heute geht’s um den kleinen Mann und wie es ist, wenn man mit Baby an Bord unterwegs ist. Kurz vorab erwähnt sei, dass es keine Zähne gab und der Sohnemann auch ansonsten äußerst pflegeleicht war.
Die erste Lektion, die wir allerdings lernen mussten: Im Urlaub gehen Kinder nicht wie gewohnt um 19 Uhr ins Bett. Der kleine Mann fand es viel spannender, mit uns am Tisch zu sitzen. Erst als er nach drei Tagen gemerkt hatte, dass bei sieben Erwachsenen nichts Aufregendes passiert, wollte er wieder früher ins Bett. Womit wir beim ersten wären – dem Bett. Für ein Babybett ist auf dem Hausboot kein Platz, das wussten wir. In unserer Kabine hatten wir aber die Möglichkeit, zwischen zwei Einzelbetten eine weitere Bett-Ebene auszuziehen. Das ganze war dann eine herrlich große Spielwiese, Wasch- und Wickelplatz und natürlich Schlaflandschaft für uns drei. Für das Fußende hatten wir ein Reise-Bettgitter mitgebracht.
Die beste Anschaffung war ein Tischsitz. Entlang des Kanals gab es zahlreiche Picknickmöglichkeiten, die wir nachmittags recht oft nutzten. Der kleine Mann fand es super, mit allen am Tisch zu sitzen. Auch unter Deck saß er liebend gerne in seinem Stuhl. Von dort konnte er alles genau überblicken, konnte spielen und lesen und vor allem konnte er dabei sein.
Da der kleine Mann noch nicht läuft, war der wenige Platz an Bord kein großes Problem. Gespielt wurde tagsüber auf einer Picknickdecke im Salon. Zum Krabbeln und Spazieren gehen eigneten sich die Pausen an Land. Für kleine Ausflüge in die Dörfer hatten wir den Buggy dabei.
Die Woche im Elsaß war sehr warm. Der zusätzliche Sonnenschirm war also eine gute Investition. Wenn es nicht allzu heiß war, konnten wir an Deck das Reisebett als Laufstall aufbauen. Ansonsten ist auf dem Hausboot für Kinder natürlich Rettungswesten-Pflicht.
Drohte die Stimmung beim kleinen Mann doch mal zu kippen, kam die Allzweckwaffe zum Einsatz: der Mops. Da Mathilde anderweitig ihren Urlaub verbrachte, musste Ersatz in Form eines alten Mops-Kalenders her. Der kleine Mann freute sich jedes Mal wahnsinnig über die vielen Möpschen und alles war wieder gut.
Hausboot-Urlaub ist offenbar sehr beliebt als Familienurlaub. Die vielen Kinder und auch Babys auf den anderen Booten sprechen zumindest dafür. Und dem kleinen Mann hat sein erster Urlaub auch richtig gut gefallen.
Im nächsten Hausboot-Post stelle ich euch unsere Route vor. Dann gibt es Schleusen- und Landschaftsbilder. Die im Kanal treibenden toten Fische, das Reh und das Schwein (oder war es eine aufgedunsene Katze? Wir waren wir uns nichts einig) erspare ich euch.